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Online gefunden werden – warum niemand mehr auf Websites klickt

KI entwickelt sich rasend schnell weiter. Fast jeden Tag gibt es ein neues Tool, das dir Arbeit abnehmen soll und KI-Anbieter die versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen. Ganz ehrlich, kommst du da noch mit?

Doch KI nimmt dir nicht nur Arbeit ab, sie nimmt auch Einfluss auf andere Bereiche. Zum Beispiel darauf, wie wir online suchen.

Vor KI haben wir zwei Wörter in das Google Suchfeld eingegeben und uns durch unzählige Links geklickt. Heute, dank Sprachfunktion, erzählen wir der KI halbe Romane und bekommen postwendend eine Antwort darauf.

Inhaltsverzeichnis

Die Google KI Übersicht und der Abschied von den blauen Links

Auch vor Google macht die KI nicht halt. Selbst, wenn du sonst keine KI nutzt, dank der Google KI Übersichten, nutzt du sie irgendwie doch.

Wenn du dich jetzt fragst, was denn bitte die Google KI Übersicht ist, kommt hier die Antwort. Gibst du deine Suchanfrage in Google ein, passiert folgendes. Du bekommst oben von der Google KI die Antwort in einer Zusammenfassung angezeigt.

Hierfür durchsucht Google viele verschiedene Websites und fasst deren Inhalte in dieser Übersicht zusammen. Oft werden einige dieser Websites dann rechts neben der Zusammenfassung als Quelle angezeigt.

Aus zehn Suchergebnissen werden immer weniger

Doch nicht nur das. Die eigentlichen Links rutschen immer weiter nach unten. Ein typisches Suchergebnis auf Google sieht heute so aus:

➡️Zusammenfassung durch die KI-Übersicht

➡️Bilder / YouTube Videos

➡️Gesponserte Post (also Werbung)

➡️Häufig gestellte Fragen (die Antwort wird oft auch KI-generiert)

➡️Links zu Websites

Du siehst, bis jemand deine Website findet dauert es ganz schön lange. Sei mal ganz ehrlich, machst du dir die Mühe weiter nach unten zu scrollen? Wahrscheinlich nicht oder? Genau so geht es anderen auch. Vor allem dann nicht, wenn es dir die Antwort auf die Fragen schon in der KI-Übersicht angezeigt wird.

Dazu kommt das Leute, die sich die Mühe machen weiter runter zu scrollen, sehr wahrscheinlich auf eins der ersten drei Suchergebnisse klicken.

Das bedeutet, wenn du nicht oben bei der Pole Position mit dabei bist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemand deine Website findet. Das war allerdings auch schon vor KI so. Wurde deine Inhalte nicht auf Seite eins von Google angezeigt, hast du kaum eine Chance.

Wie sich Google KI Übersicht auf die Klicks von Websites auswirkt

Okay, du weißt jetzt es gibt die KI-Übersicht und Menschen nutzen KIs wie ChatGPT & Co. zur Suche. Doch welche Auswirkungen hat das auf die Klicks von Websites?

Dazu habe ich dir mal ein paar Zahlen mitgebracht.

Sistrix ein führendes Suchmaschinen-Analysetool im deutschsprachigen Raum hat 2025 / 2026, 100 Millionen Keywords in Deutschland ausgewertet.

Laut dem SISTRIX Newsletter 03/2026 gehen monatlich 265 Millionen organische Klicks in Deutschland verloren. Hat früher jeder vierte Nutzer auf das erste Google-Ergebnis geklickt ist es heute noch jeder neunte.

Die gesamt Auswertung von Sistrix und welche Branche besonders betroffen sind kannst du auch in diesem Blogartikel nachlesen: https://www.sistrix.de/news/ai-overviews-in-deutschland-so-stark-sinken-die-klickraten-wirklich/

Heißt das jetzt KI ist das neue Google?

Na ja nicht ganz. Google ist für die Suche immer noch relevant. Bei einer Umfrage die ich auf LinkedIn und Instagram durchgeführt habe, haben von 281 Menschen die daran teilgenommen haben, 75 % angegeben, dass sie neben KI immer noch Google zur Suche nutzen.

Denn auch, wenn wir denken, dass wahrscheinlich heutzutage jeder KI nutzt ist das nicht so. Klar in unserer Businessblase sieht es so aus, doch wenn ich zum Beispiel meine Friseurin fragen würde, ob sie KI nutzt, würde sie mit Sicherheit verneinen. Es kommt also immer auf das Umfeld an, ob jemand KI nutzt oder nicht.

Müssen wir jetzt alle in der KI gefunden werden?

Darf ich den Aussagen in meinem Businessumfeld glauben, sind wir alle verloren, wenn wir nicht in der KI auftauchen. Doch ist das wirklich so?

Nein auf keinen Fall. Doch du solltest es nicht ignorieren und dich auf jeden Fall damit beschäftigen. Auch, wenn wir beim Thema KI-Suche und gefunden werden noch ziemlich am Anfang stehen.

Es gibt kaum bis wenige Erfahrungswerte was gefunden werden in KI angeht. KI in der Form wie wir sie kennen gibt es ja erst seit 2022. Da hat Google einen enormen Vorteil. Sie können auf massenhaft Daten aus fast 30 Jahren zurückgreifen.

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Es kann ist auf jeden Fall gut, wenn die KI dich erwähnt oder die Google KI-Übersicht deine Inhalte als Quelle nennt. Stell dir das wie ein kleines Schaufenster vor. Je öfter dein Name und deine Website auftaucht, desto mehr erinnern sich Leute an dich.

Warum von der KI zitiert zu werden nicht mehr Klicks bedeutet

Selbst wenn du von der KI zitiert wirst und die Google KI Übersicht dich als Quelle nennt, bedeutet das nicht, dass du mehr Klicks auf deine Website bekommst und die Leute dir die Bude einrennen.

Der Grund dafür ist, dass Menschen kaum von der KI auf Websites klicken. Warum sollten sie auch? Die KI hat ja schon alle Fragen beantwortet. Dazu kommt, dass ChatGPT oder Claude kaum Quellen angeben. Es sei denn, du fragst explizit danach.

Überleg mal, wie oft dir schon Websites oder Leute in der KI empfohlen wurden und du dann auf deren Seite geklickt hast. Wahrscheinlich selten. Trotzdem solltest du dieses Thema nicht außer Acht lassen.

Wie heißt es so schön? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Lohnt es sich überhaupt noch Inhalte zu erstellen?

Bleibt noch die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt Inhalte wie Blogbeiträge zu erstellen, wenn eh keiner mehr klickt und die KI schon alles beantwortet. Die Antwort lautet: Ja auf jeden Fall.

Gerade in Zeiten von KI ist es wichtig deine eigene Meinung, Haltung und Perspektive in die (Online) Welt zu bringen.

Zum einen, weil es Sachen gibt, die die KI nicht beantworten kann. Zum Beispiel deine Erfahrung. Sie weiß nicht, wie bestimmte Sachen sich anfühlen und kann auch (noch) keine Emotionen abbilden. Auch, wenn es sich manchmal so anfühlt.

Wenn wir aufhören eigene Inhalte zu erstellen, geben wir damit auch einen großen Teil unserer Selbstbestimmtheit ab. Das sorgt dafür, dass andere bestimmen können, was die Wahrheit ist oder nicht.

Mit deinen Inhalten sorgst du dafür, dass die KI von echten Daten lernt und nicht von irgendwelchen Fake News.

Was du tun kannst und ein Blick in die Zukunft

Zum Schluss habe ich noch drei Tipps für dich, wie du online sichtbar bleiben kannst.

  1. Menschen suchen immer gezielter und spezifischer. Daher beantworte genau diese spezifischen Fragen mit deinen Inhalten.
  2. Durch KI werden reine Wissensinhalte immer mehr entwertet. Wissen ist nichts mehr besonders und exklusiv. Deine Meinung schon.
  3. Schau über den Tellerrand. Google und KI sind nicht die einzigen Plattformen auf denen du gefunden werden kannst. Newsletter, Podcast, Blog, YouTube oder Pinterest. Es gibt viele Möglichkeiten weiterhin online gefunden zu werden.

Niemand kann sagen, wie sich KI weiterentwickelt und was passieren wird. Meine Prognose ist, dass wir uns immer mehr echten Inhalten wünschen werden. Nach der Meinung und Einordnung anderer Menschen, nicht von der KI.

Das wird heute schon sichtbar. Daher vergiss nicht. Deine Worte haben Wirkung, daher höre nicht auf weitere Inhalte in die (Online) Welt zu bringen.

Bild von Peggy Zöllner

Peggy Zöllner

Peggy Zöllner schreibt seit 2016 auf ihrem Reiseblog Travellicious über Reisen und leckeres Essen. Auf ihrer Website peggy-zoellner.de teilt sie ihre Erfahrungen rund um Bloggen und Suchmaschinenoptimierung. Ihr Credo: Gerade in Zeiten von KI ist es wichtig, sich mit der eigenen Stimme hörbar zu schreiben. Mit echten Worten statt Einheitsbrei.

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Peggy Zöllner

Peggy Zöllner schreibt seit 2016 auf ihrem Reiseblog Travellicious über Reisen und leckeres Essen. Auf ihrer Website peggy-zoellner.de teilt sie ihre Erfahrungen rund um Bloggen und Suchmaschinenoptimierung. Ihr Credo: Gerade in Zeiten von KI ist es wichtig, sich mit der eigenen Stimme hörbar zu schreiben. Mit echten Worten statt Einheitsbrei.

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